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Beschreibung
Der Almanach Vermot: 140 Jahre Humor, Wissen und volkstümliche Traditionen Der Almanach Vermot, Zeuge der Entwicklung der Mentalitäten und der Volkskultur, ist eine Institution. Die Spezialisten für Paraliteratur haben sich mit größter Ernsthaftigkeit mit ihm befasst. Der 1886 von Joseph Vermot ins Leben gerufene Almanach orientierte sich an den nach den Napoleonischen Kriegen entstandenen ländlichen Almanachen wie Le Grand Messager boiteux de Strasbourg (Der große lahme Bote von Straßburg). Die Ursprünge des Genres reichen jedoch bis ins 16. Jahrhundert zurück: Von den Städten auf das Land entwickelte sich dank des Aufschwungs der Handelsstraßen eine Kolportageliteratur. Der Katalog der "Blauen Bibliothek" in Troyes ist ein bekanntes Beispiel dafür; "blau" bezieht sich auf die Farbe ihrer Einbände. Man findet dort sowohl Gedichte, Fabeln und Märchen, Kurzromane als auch Ephemeriden und praktische Ratgeber. Für Vermot ist es die Farbe Rot, und als Logo dient ein sich drehender Phylakterus in Form eines Füllhorns. Ein Band mit 384 Seiten begleitet die Leser an jedem Tag des Jahres und wimmelt von Anekdoten, Tipps und Tricks für den Alltag, Sprichwörtern - und vor allem von Witzen. Diese Mischung aus nützlichem Wissen und Leichtigkeit macht den Erfolg des Buches aus. Nach Josephs Tod im Jahr 1893 übernahm sein Sohn Maurice den Verlag und baute die Verbreitung erheblich aus. Als Beweis für seine Verankerung erreichte der Almanach unter der Leitung von Georges Ventillard eine Auflage von einer Million Exemplaren pro Jahr. Nur der Zweite Weltkrieg unterbrach die Veröffentlichung. Seitdem wird er jedes Jahr herausgegeben - heute von den Editions Hachette. Vermot gibt noch ein weiteres Erbe weiter, nämlich das der Karikatur, des satirischen Bildes und der Pressezeichnung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die illustrierte Presse dank des technischen Fortschritts einen rasanten Aufschwung. Das Layout der Zeitungen veränderte sich zugunsten von Textspalten, in die Bilder eingefügt wurden. Auch die visuelle Identität des Almanachs passt sich an. Von den ersten Ausgaben an trugen talentierte Zeichner dazu bei, ebenso wie große Namen der französischen Karikatur des 20. Jahrhunderts - besondere Erwähnung verdienen Claude Turier und Jacques Faure, die bis 2014 aufeinanderfolgende Chefredakteure waren. Heute führen andere den Vermot-Ton fort, der zwischen sozialer Satire und kritischem Blick liegt. Der Almanach passt sich den Empfindlichkeiten an, enthüllt akzeptierte oder umstrittene Formen des Humors und macht sich zum Echo der großen Anliegen, die die französische Gesellschaft bewegen.
Impressum
Timbre-poste (Offset), document philatélique : Mise en page Valérie Besser d'après photos ©Hachette Livre. Texte : ©Hachette Livre
Information
Verkaufsstart
5. Januar 2026
Verkaufsende
31. Januar 2027
Haftungsart
Keine
Drucktechnik
Offset
Anzahl pro Bogen
1
Dauerwert
Nennwert
-
Philatelistische Charterfamilie
Briefmarke des philatelistischen Programms
Offizielles Ausgabedatum
5. Januar 2026
Briefmarkenformat
30 x 40,85 mm
Autor
-
Produktnummer
2126501
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